Meine erste Ausgrabung
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Die Autorin |
Die Erwartungen für meine erste
Grabung wurden übertroffen: bereits in der ersten Woche wurden wir fündig und
unsere Anstrengungen gleich belohnt. Nachdem wir am ersten Tag erst einmal die
Humusschicht in dem neu angelegten Schnitt, zum Glück mit einem Bagger,
freilegten und die Abdeckung des Schnittes von 2010/11 entfernten, begannen wir
am zweiten Tag mit dem ersten Planum. Bereits nach etwa einer Stunde fanden wir
zwei große Steine, die sich bei der weiteren Freilegung als Mauerrand entpuppten.
Den Rest der Woche arbeiteten wir weiter am Planum und legten nach und nach
mehr Steine und auch eine massive Mörtelschicht frei.
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Die Autorin beim Freilegen der ersten Mauersteine |
Natürlich gab es auch neben der
Grabung viel zu erleben, die Wohnungen von der Stadt erweisen sich als
Glücksfall, sie sind groß, an einer günstigen Lage und auch das Schlafen auf den
Feldbetten lässt sich aushalten. Das gemeinsame Kochen, Abwaschen und Einkaufen
klappt tadellos und wir sind eine fröhliche Truppe.
Auch der Ablauf auf der Grabung
geht gut an, es war die Woche zwar extrem warm, aber durch die findige
Konstruktion der beiden Grabungsleiterinnen bauen wir uns immer wieder Schatten
und so arbeiten wir nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne. Auch die Arbeit
in der Gruppe läuft gut, wir wechseln uns beim Hacken, Eimer tragen, Schubkarre
leeren und beim allgemeinem Kratzen und Putzen der Befunde ab und nächste Woche
kriegen wir noch einen Zuwachs von weiteren drei Leuten. Dann kommt dann auch
der Tachy und es geht los mit dem Messen und Zeichnen.
Autor: Janette Horvath (Zürich)
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